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Kurzkonzept: Naturkindergarten-Elbtalaue

Der „Naturkindergarten Elbtalaue“ ist ein Projekt vom gemeinnützigen "Verein für nachhaltiges Lernen e.V." und steht in enger Verbindung zur "Freien Morgenrot Grundschule", die ebenfalls vom gleichen Träger im August 2008 ins Leben gerufen wurde. Ziel des Vereins ist es, die nachhaltige Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu fördern. Das bedeutet aus unserer Sicht einen offenen Blick zu haben für neueste Studien- und Forschungsprojekte (besonders der Hirn- und Lernforschung), für umweltbewusstes Handeln sowie eine integrierte Sichtweise des Menschen, mit all seinen unterschiedlichen Bedürfnissen und Daseinsebenen. Entscheidend ist für uns in erster Linie wie und mit welcher Qualität Lernen stattfindet.

Bildung, gleich ob für junge oder alte Menschen findet durch das Leben selbst statt. Wir achten daher in all unseren Angeboten darauf, dass die Menschen, ihr Umgang miteinander und die umgebende Atmosphäre authentisch und natürlich sind. Unsere Lehrer und Erzieher vermitteln daher hauptsächlich die Bereiche und Tätigkeiten von denen sie selbst begeistert sind! Alle weiteren Kompetenzen werden während der unterschiedlichen Projekte von eingeladenen Experten eingebracht.

Ein Hauptschwerpunkt im Naturkindergarten ist das Erleben der eigenen Individualität innerhalb eines harmonischen Gruppengefüges. Jedes Kind ist einzigartig und möchte auch als dies wahrgenommen und gesehen werden. Wir vertrauen in die kindliche Intuition selbst zu entscheiden wann und in welchem Tempo es seine Entwicklungsschritte vollziehen mag. Maria Montessori hat dies anhand der „sensiblen Phasen“eines Kindes sehr deutlich beschrieben. Es gibt bestimmte Entwicklungsfenster innerhalb derer wir in extrem kurzer Zeit Informationen und Fähigkeiten erlernen, für die wir sonst mehrere Wochen oder Jahre benötigen. Unsere Erzieher sind daher in erster Linie beobachtend und begleitend tätig und geben den Kindern Raum für ihre eigenen Ideen und Fantasiespiele.

Durch Unterstützung und positive Bestärkung, entwickeln die meisten Kinder ein starkes Selbstvertrauen und können die damit verbundenen Erfolgserlebnisse leicht mit anderen teilen. Ein Kind das sich selbst als gut und erfolgreich empfindet, lernt gleichzeitig sich selbst und andere zu achten, zu wertschätzen und zu schützen.

Auf dieser Basis entwickelt sich auch die Achtung vor der Natur, ihren Lebewesen und ihren Eigenheiten. Der „Naturkindergarten“ trägt seinen Namen unter anderem um zu betonen, dass wir in allen Lebenslagen und Situationen versuchen im Einklang mit der Natur, unserem Ursprung zu leben, und auch zu handeln.

Der tägliche Aufenthalt im Freien stellt hier nur einen Aspekt von vielen dar. Wir bewegen uns z.B. bewusst an verschiedenen Orten um möglichst viele Ökosysteme kennen zu lernen. Ob Wald,Wiese, Elbufer, Obstwiesen oder Schafweiden – überall begegnet uns die Natur auf unterschiedliche Art und Weise.

Wir achten bewusst auf frische, unbehandelte und möglichst regionale Nahrungsmittel. Am liebsten erweitern wir unser Frühstück durch selbst gesammelte Wildkräuter, Blumen oder Blätter und umgehen damit neben Verpackung und Kühlung sogar den Transportweg von zu Hause. So einfach und bunt kann das Leben sein!

Das gleiche gilt für die Projekttage. Eingebettet in den Rhythmus der Woche, gibt es einen „Schultag“, und während des Winters einen „Matsch-und Knettag“. Am erwähnten Schultag haben Kindergartenkinder und Schulkinder der Freien-Morgenrot-Grundschule die Möglichkeit an gemeinsamen Projektangeboten teilzunehmen. Diese finden auf dem Gelände und in den Räumen der Schule statt. Wir erweitern damit das Altersspektrum beider Gruppen und erleben meist eine wunderbar ausgeglichene und für alle Beteiligten bereichernde Stimmung. Auch hier achten wir bewusst auf natürliche Materialien.

Am „Matsch-und Knettag“, werden die Kinder in die Zubereitung des Mittagessen mit einbezogen. Zusammen entwerfen wir neue Kreationen, mixen, manschen, kneten und probieren, oder bauen währenddessen gemütliche Kissenhöhlen und geniessen die Bewegungsfreiheit - ohne dicke Winterkleidung. Im Frühjahr wird dieser drinnen-Tag wieder von Projekten im Freien abgelöst.

Projektangebote gibt es viele. Wir wünschen uns einerseits eine auf Themen bezogene Zusammenarbeit mit regionalen Fachleuten z.B. dem Mobilen-Mitmach-Museum, aber auch Eltern sind herzlichst dazu aufgefordert ihre eigenen Lebensschwerpunkte in den Kindergarten einzubringen, wenn diese mit dem Konzept übereinstimmen. Angebote die bisher von Eltern angeleitet wurden waren z.B. eine gemeinsame Mohrrübenernte auf dem Feld, eine Kutschfahrt zur Elbe, Reiten, Kreistänze, Lieder, Geschichten und Meditation. Je nach Thema lassen sich diese Erfahrungen kontinuierlich in den Tagesablauf mit einbinden oder bleiben als besondere Ausflüge bestehen.

Um diese Vielfalt an Erfahrungen für die Kinder harmonisch zu gestalten, braucht es neben den Angeboten ebenso einen Rahmen der Sicherheit und Schutz vermittelt. Dies findet hauptsächlich durch den geregelten Tagesablauf statt, der neben dem Freispiel, Frühstück und gemeinsamen Pausen, vor allem durch den Morgen- und Abschlusskreis geprägt wird. Unsere Schutzort für kalte Tage ist ein wunderschöner 20 qm grosser, ökologisch ausgebauter Bauwagen, der sich in dem Waldstück befindet indem sich die Gruppe hauptsächlich aufhält.

Der Aufenthalt unter freiem Himmel, in und mit der ungestalteten Umgebung, ist mittlerweile selbst durch wissenschaftliche Studien als durchweg positiv bewertet worden. Ob es um die motorische Entwicklung, die kognitiven Fähigkeiten, den Spracherwerb, die Entwicklung der Sinne oder die allgemeine Gesundheit und vielschichtige Sozialkompetenzen geht. Die Natur bietet Kindern die optimale Grundlage für eine allumfassende Entwicklung.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten, das Gesamtkonzept, Teilnehmerbeiträge und Besuchertage stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung. Unsere Ansprechpartnerin für den Kindergarten (zur Zeit noch offizielle Eltern-Kind-Gruppe) ist Frau Mia-Malene Maas. Sie ist unter der Telefonnummer 05851-944916 zu erreichen.

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Auf Anfrage ist auch das Gesamtkonzept der NaturKinder zu erhalten.